Heise 12.08.2026
09:00 Uhr

heise+ | Wie KI die IT-Sicherheit revolutioniert und neue Bedrohungen schafft


KI verändert die IT-Security, aber es wäre falsch, sie nur als Bedrohung zu sehen. Sie ist nicht das eigentliche Problem – und kann bei der Lösung helfen.

heise+ | Wie KI die IT-Sicherheit revolutioniert und neue Bedrohungen schafft

Die IT-Sicherheit durchläuft derzeit einen Wandel, wie es ihn seit 20 Jahren nicht gegeben hat. Die Veränderungen, Verwerfungen und auch Chancen, die von ihm ausgehen, sind enorm. Wer ihn ignoriert, wird massive Probleme bekommen, einen IT-Betrieb überhaupt aufrechtzuerhalten. Die Rede ist von künstlicher Intelligenz und dem wachsenden Einfluss, den sie auf Diskussionen und Vorgehensweisen in der IT-Sicherheit hat.

Dabei ist die immer besser werdende KI nicht einmal das grundlegende Problem. Das Problem sind vielmehr die enormen Security-Schulden, die in den vergangenen Jahrzehnten angehäuft wurden. All unsere Software, unsere Hardware und natürlich alle darauf aufbauenden Dienste sind unsicher und enthalten Sicherheitslücken, von denen wir noch nichts wissen. Wer diese Sicherheitslücken kennt und ausnutzen kann, der kann auch nahezu beliebig Systeme kompromittieren, Daten stehlen und vieles mehr.

Das Einzige, was dem im Weg steht, ist die Tatsache, dass es recht schwierig ist, solche Sicherheitslücken zu finden und sie auch auszunutzen. Das erfordert Wissen und Fähigkeiten, über die nur wenige Menschen verfügen. Um einen in der Praxis funktionierenden Exploit für eine Lücke zu entwickeln, muss nicht selten ein ganzes Team mit verschiedenen Spezialfähigkeiten mehrere Tage oder sogar Wochen investieren. Doch die meisten dieser Experten haben zum Glück Besseres zu tun, als in die Systeme anderer einzubrechen. Unsere Sicherheit beruht also auf der Tatsache, dass es nur wenige wirklich qualifizierte, aber bösartige Hacker gibt.